An einem bestimmten Punkt eines Eigenliebeprozesses können Sie rückblickend einfach nur dankbar sein - auch für ALLES, was Ihnen gezeigt wurde, das Sie AUF GAR KEINEN FALL wollen (KONTRASTERFAHRUNGEN). Dankbar, dass Sie gerade auf Grund des Erlebens, was Sie nicht wollen, nun erkennen und insbesondere umsetzen können, was Sie WIRKLICH wollen.
Dann ist es auch nicht mehr nötig jemanden aus der Vergangenheit zu verurteilen oder herabzusetzen, um sich selbst aufzuwerten. Bewertungen in gut und schlecht fallen weg, weil nunmal beides dazugehört, um sich selbst zu erkennen (KONTRASTERFAHRUNGEN sowie RESONANZERFAHRUNGEN).
Das bedeutet nicht, dass Sie bestimmte Dinge gut heißen müssen, die Ihnen wiederfahren sind und kann sehr wohl bedeuten zu bestimmten Menschen (die beispielsweise Ihr Vertrauen missbraucht haben etc.) den Kontakt zu unterbinden. Aber vergessen Sie niemals Ihren eigenen Anteil daran - wenn es kein Opfer gibt, gibt es auch keinen Täter. Wenn da niemand ist, der sich schlecht behandeln lässt, erfolgt auch keine schlechte Behandlung, da die Resonanz zu solchen toxischen Menschen wegfällt. Es ist immer Ihre Verantwortung Grenzen zu setzen, sobald es im Außen eine Einladung dazu gibt Ihnen zu schaden.
Sobald Sie die volle Verantwortung für sich selbst übernommen haben, wissen sie auch, dass Sie jegliche Situation jederzeit verlassen können, wenn es unstimmig ist und es somit Ihr eigenes "Verschulden" ist, wenn Sie sich weiterhin missbrauchen/ausnutzen lassen.
Erst wenn Sie "entprogrammiert" sind wissen Sie, was Sie überhaupt wollen, sind Sie dazu in der Lage sich den für Sie "besten", Ihren stimmigsten Partner zu ERLAUBEN - Sich diesen ZUZUGESTEHEN. Nicht nur Teile, die stimmig sind, sondern das Ganze (damit ist nicht Perfektionismus gemeint!).
Sie müssen dann aber nicht mehr jede Chance auf einen Partner, die sich Ihnen bietet wahrnehmen, weil Sie auch gut mit sich alleine sein können. Sie müssen sich nicht mehr zwanghaft um jeden Preis mit einem anderen Menschen verbinden. Sie vertrauen jetzt darauf, dass das Leben Ihnen eine stimmige Begegnung schenkt, sobald es ansteht und nicht früher.
Ob Sie dann jemandem "aus der Vergangenheit" nochmal neu begegnen, der seine innere Arbeit inzwischen auch gemacht hat oder jemand Neues oder Sie nur Beziehung mit sich leben oder mehrere Partner (dies aber offen kommuniziert) wollen, spielt dann überhaupt keine Rolle mehr.
Die Projektion auf eine bestimmte Person und jegliche Konzepte diesbzgl., die möglicherweise eine Weile hilfreich waren, werden dann losgelassen.
Sobald die Ego-Erwartungen und Re-inszenierungen auf Grund alter Geschichten weggefallen sind, können Sie andere wirklich auf der Basis wie das Wesen eines Menschen ist (nicht was er darstellt oder besitzt usw.), "lieben" und zwar ganz offen ohne Heimlichkeiten oder Hintertürchen.
Vielleicht können Sie nun zum ersten Mal überhaupt wirklich klar und bewusst sehen was für eine Verbindung und in welcher Form Sie diese leben wollen.
Sobald Sie nicht mehr abhängig sind vom Brauchen eines Partners und Ihren konditionierten Vorgaben, sprich Sie alle Konzepte fallengelassen haben wie eine Beziehung zu sein hat und wie sie gelebt werden "muss", steht es Ihnen wirklich frei (nicht nur in Gedanken, sondern auch in der Umsetzung).
Sie müssen dies dann auch nicht mehr bei anderen als richtig und falsch einordnen, was und wie diese ihre Verbindungen leben. Sie müssen nicht mehr darüber herziehen oder preudotolerant tun a la "jeder soll doch machen, was er will". Sie können das völlig neutral betrachten. Sie haben ein scharfes Auge dafür entwickelt, ob andere sich etwas vormachen, aber selbst wenn, es ist ihnen egal und Sie mischen sich da nicht ein, da einfach Ihre Resonanz wegfällt.
Es geht nicht mehr ums Tun, sondern um Ihr stimmiges SEIN. Es geht nicht mehr um Ergebnisse, sondern lediglich noch darum was JETZT STIMMIG ist.
(Zwei) Menschen müssen miteinander real physische Liebe leben wollen und das auch klar kommunizieren. Miteinander weitergehen wollen aus denselben Motiven und Vorstellungen heraus. Alles andere sind Phantasiegespinste.
Es nützt bei aller Zuneigung und möglicherweise auch körperlicher Anziehungskraft nichts, wenn einer nicht kann oder nicht möchte oder vielleicht gerne (ein bisschen) würde, aber es nicht schafft. Echte Gefühle der Zuneigung auf den unterschiedlichsten Ebenen hin oder her.
Menschen, die sich aus ihrem Gefängnis befreit haben, in der Selbstliebe und ihrem Selbstwert angekommen sind, werden jedenfalls ganz automatisch keine Lust mehr haben sich in das Gefängnis eines anderen zu begeben. Sie werden das gar nicht mehr anziehend finden.
Unklares Herumgeeiere, Ausreden und Geheimgehalte oder lediglich immer auf Distanz gehaltene virtuelle oder auch physische Affärendasein, mit dem sich viele vielleicht jahrelang haben hinhalten lassen, tun diese sich nicht mehr an. Wozu auch jetzt wo Sie nur noch stimmigen Impulsen und keinen Re-Inszenierungen ungelöster Themen mehr folgen (müssen)? Es sei denn natürlich es gefällt Ihnen in dieser Rolle ganz bewusst tatsächlich so. Das ist aber bei den wenigsten meiner Klienten wirklich der Fall. Meistens stehen ungelöste Themen dahinter.
Sobald Sie nicht mehr (alte Filme reproduzieren) MÜSSEN, können Sie wirklich ENTSCHEIDEN wie und mit was für einem Ggü. sie Beziehung leben wollen - frei von jeder Suche und Brauchen, da Sie es in sich selbst gefunden haben.
Bei manchen Menschen kann dieser Zustand erst erreicht werden, wenn sie in jedem Lebensbereich voll und ganz authentisch angekommen sind und nirgens mehr co-Abhängigkeiten leben - zum Beispiel auch nicht in einem Job, der Sie unzufrieden macht. Bei einigen meiner Klienten ist es aber auch so, dass bereits früher der "stimmigste Lebenspartner" auftaucht und man die letzte Schritte dieses Prozesses noch gemeinsam gehen kann. Es ist unterschiedlich geführt.